B299 Münchener Ring ist bereits heute mit 2 Spuren fit für den Verkehr der Zukunft

Veröffentlicht am 18.04.2021 in Umwelt & Verkehr
Die Verkehrsbelastung der B299
Münchener Ring um Neumarkt i.d.OPf.
erfordert keinen dreispurigen Ausbau,
wie hier im Bild.

Zweispurige Bundesstraßen mit dem sogenannten Regelquerschnitt „RQ 10,5“, wie der derzeitige Ausbaustand der B299 im Bereich der Neumarkter Umgehung „Münchener Ring“, sind für eine Verkehrsleistung von bis zu 20.000 Fahrzeugen geeignet. Folgerichtig bestätigt der Leiter des Bereichs Straßenbau am Staatlichen Bauamt Regensburg, Berthold Schneider, laut einem Artikel vom 02.04.2021 im Neumarkter Tagblatt auch, dass das Argument für den Ausbau nicht sei, „dass die Straße überlastet und ein totaler Engpass wäre“.

Das Verkehrs-Sachverständigenbüro Prof. Kurzak gibt in seinem vom Staatlichen Bauamt Regensburg beauftragten und uns vorliegenden Gutachten vom 13.08.2020 zur Analyse der Umfahrung Neumarkt eine aktuelle werktägliche Gesamtverkehrsbelastung der B299 Münchener Ring von rund 11.600 Fahrzeugen in 24 Stunden an. Davon entfallen auf den für die Auslastung einer Straße besonders zu beachtenden Schwerverkehr 2.200 Fahrzeuge pro Werktag. Bis zum Jahr 2035 geht das Büro Prof. Kurzak in seinem Gutachten von einem nur sehr leichten Anstieg der werktägliche Gesamtverkehrsbelastung auf 11.800 Fahrzeuge aus. Damit liegt die Verkehrsbelastung der B299 in diesem Bereich auch in den nächsten Jahren weit unter der Kapazitätsgrenze einer zweispurigen Bundesstraße von 20.000 Fahrzeugen pro Tag. Dies gilt auch noch für den Fall, dass sich (wie bereits von uns geschildert) weitere 1.000 Fahrzeuge täglich aus der Innenstadt auf die Umgehung verlagern ließen, wie es Prof. Kurzak im Gutachten in Aussicht gestellt hat.

Wie den Jahresauswertungen von Dauerzählstellen im Bayerischen Straßeninformationsystem BAYSIS zu entnehmen ist, liegt die werktägliche Gesamt- und Schwerverkehrsbelastung auf zahlreichen zweispurigen Bundesstraßen heute deutlich höher als auf dem Münchener Ring der B299. Einige zweispurige Beispiele aus dem Jahr 2019:

Straße und Ort

Gesamtverkehr werktäglich in Fahrzeugen / 24 h und in Klammern Verhältnis zur B299

Schwerverkehr werktäglich in Fahrzeugen / 24 h und in Klammern Verhältnis zur B299

B2 Weißenburg i.Bay.

17.929   (155 %)

3.186   (145 %)

B15 Ergoldsbach

17.030   (147 %)

3.210   (146 %)

B20 Eggenfelden Süd

18.873   (163 %)

3.840   (175 %)

B20 Weiding

17.239   (149 %)

2.775   (126 %)

B31 Lindau Diepoldsbergtunnel

20.227   (174 %)

3.517   (160 %)

 

Vertreter der UPW und der CSU führten in der öffentlichen Diskussion an, dass die B299 für ein eventuell in den nächsten Jahrzehnten weiter steigendes Verkehrsaufkommen ausgebaut werden soll. Dem möchten wir entgegnen, dass zum einen die B299 gegenüber den oben genannten Beispielen noch deutliche Kapazitätsreserven hat, selbst für den Fall, dass der Schwerverkehr durch weiter erfolgreich expandierende Firmen in unserem Landkreis lokal weiter ansteigen sollte. Zum anderen zeigen seriöse Verkehrsprognosen, wie im „Abschlussbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes zum Forschungsvorhaben Verkehr 2050“ aus dem Jahr 2013 zu lesen ist, je nach Szenario eine etwa gleichbleibende „Personenkilometerzahl“ bis 2050 oder maximal einen fortgesetzten Anstieg bis zum Jahr 2030 und danach eine Trendumkehr. Oberbürgermeister Thomas Thumann ist seinem Schreiben zufolge vom 16.04.2021 an das Aktionsbündnis „B299 – Bürgerbeteiligt – Zukunftsgerecht“, dem auch die SPD Neumarkt angehört, bislang anderer Ansicht und nennt als Beleg die im Corona-Jahr 2020 im Landkreis Neumarkt gestiegenen PKW-Zulassungszahlen – aus unserer Sicht jedoch nur ein kurzfristiger Effekt.

Unbestritten macht eine Optimierung von Kreuzungen und Einmündungen der B299 Umgehung Neumarkt im Bereich Münchener Ring in den kommenden Jahren Sinn, wie etwa die Vermeidung des Linksabbiegens. Dies senkt die Unfallgefahr, sichert die Verkehrskapazität der Straße und ist mit keinem überaus großen Flächenverbrauch verbunden. Eine Notwendigkeit zum dreispurigen Ausbau der B299 Münchener Ring können wir jedoch heute und für die absehbare Zukunft nicht erkennen. Aus unserer Sicht ist die B299 Münchener Ring bereits heute mit 2 Spuren fit für den Verkehr der Zukunft!

Carsten Burkhardt

Das Gesamtkonzept zum Ausbau der B299 wird bereits seit 2005 vom Staatlichen Bauamt Regensburg mit den betroffenen Landräten und Bürgermeistern entwickelt. Die Anfänge liegen also noch weit vor den oben genannten Verkehrsprognosen. Sicher akzeptieren wir den von der Mehrheit des Stadtrates beschlossenen Gesamtverkehrsplan von 2013. Jedoch sind wir auch der Ansicht, dass es bei einem seit 2005, also nun seit 16 Jahren, laufenden Bauprojekt möglich sein muss, zwischenzeitlich inne zu halten, sich zu fragen ob die anfänglichen Gründe für die Ausführung noch gegeben sind und wenn notwendig auf geänderte Randbedingungen entsprechend zu reagieren!

 
 

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