Aktionsbündnis „B299 - Bürgerbeteiligt – Zukunftsgerecht“: Ausbau wäre in Bezug auf Klimaschutz kontraproduktiv

Veröffentlicht am 07.04.2021 in Umwelt & Verkehr
Beispiel einer dreistreifigen
Bundesstraße im Bereich der
Reduzierung auf zweistreifigen
Querschnitt.

Der Verkehr ist für ein Fünftel des CO2-Ausstoßes in Deutschland verantwortlich. Es ist der einzige Sektor, in dem es in den letzten 30 Jahren nicht gelungen ist, die Freisetzung von schädlichen Klimagasen zu reduzieren. Damit wir aber überhaupt eine Chance haben, die Erderwärmung zu begrenzen, müssen die CO2-Emissionen in allen Bereichen drastisch gesenkt werden. So hat sich die Bundesregierung im Klimaschutzgesetzt von 2019 verpflichtet, bis zum Jahr 2030 die Treibhausgase aus dem Sektor Verkehr um mindestens 40 Prozent zu verringern.

 

Gleichmäßiger Verkehrsfluss = weniger Schadstoffemissionen

Dies kann aber nicht gelingen, wenn wir an althergebrachten Verkehrskonzepten festhalten, die nach wie vor dem Individualverkehr den Vorrang geben. Der geplante Ausbau der B299 mit einer dritten Spur und durchgehend Tempo 100 ist ein Musterbeispiel für ein solches aus der Zeit gefallenes Projekt. Die darin vorgesehenen kurzen Überholstreifen provozieren ein ständiges Beschleunigen und Abbremsen und somit einen überproportionalen Ausstoß von CO2, Stickoxiden und Feinstäuben – vom zusätzlichen Lärm ganz zu schweigen. Stattdessen sollte die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt bleiben, um einen defensiven und klimaschonenden Fahrstil zu begünstigen und die Belastungen für die Anwohner möglichst gering zu halten.

 

IHK bezeichnet die bereits vorhandene Verkehrsinfrastruktur als gut

Die Erfahrungen aus einem Jahr Pandemie zeigen zudem, dass viele Fahrten gar nicht nötig und dank Home-Office verzichtbar geworden sind. Statt weiter auf den ungehemmten Ausbau der Straßen, sollte man dementsprechend lieber auf den Ausbau der digitalen Infrastruktur setzen. Dass die Verkehrsinfrastruktur im Landkreis Neumarkt aktuell bereits gut ist, bescheinigt übrigens sogar die IHK, die sich als Vertreter der Unternehmer versteht.

Mit einer dritten Spur an der B299 ließe sich die Situation keinesfalls verbessern; stattdessen würde die Umwelt- und Lebensqualität in der Region erheblich darunter leiden, die von der IHK ebenfalls als gut bezeichnet wird – zumindest noch. Eine wirklich zukunftsträchtige Infrastruktur setzt vielmehr darauf, unnötigen Straßenverkehr zu vermeiden, nicht nur zum Schutz unseres Klimas, sondern schon aus wirtschaftlichen Gründen.

 

Unsere Stadtspitze muss entsprechend der Neumarkter Nachhaltigkeitsstrategie handeln!

Eine Reduzierung des Individualverkehrs ist schließlich auch ein unverzichtbarer Baustein in der Neumarkter Nachhaltigkeitsstrategie, mit der man bis 2030 die CO2-Emissionen um 65 Prozent verringern will. Wenn die Stadtspitze die selbstgesteckten Klimaschutzziele ernst nimmt, muss sie ihre bisherige Position zu den Ausbauplänen gründlich überdenken.


 

Sprecher*innen des Aktionsbündnisses „B299 - Bürgerbeteiligt - Zukunftsgerecht“:

 

 

 
 

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