Humanitäre Hilfe im Einsatz für Ärzte ohne Grenzen

Veröffentlicht am 13.05.2017 in Bildung

Am Samstag, 20.05.2017, 19:00 Uhr berichtet Dr. med. Götz Gerresheim  im Seminar- und Tagungszentrum/ Ärztehaus, 
Regensburger Straße 109, Neumarkt
über seine Arbeit für Ärzte ohne Grenzen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Besuch des Vortrags ist kostenlos.

 Die Ärzte ohne Grenzen würden sich aber über Spenden zur Unterstützung ihrer Tätigkeit sehr freuen.
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-Seit 1971 stehen Ärzte ohne Grenzen Menschen in Notsituationen bei, inzwischen gibt es Projekte in mehr als 60 Ländern der Erde-

Dr. med. Götz Gerresheim, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikum Neumarkt, arbeitet seit dem Jahr 2000 für Ärzte ohne Grenzen.
Dr. Gerresheim wird bei seinem Vortrag im Ärztehaus über seinen vierwöchigen Aufenthalt im Nordosten von Nigeria Ende 2014 berichten. Die islamistische Gruppierung Boko Haram führt mit der nigerianischen Armee in dieser Region des Landes eine gewaltvolle Auseinandersetzung. Als Folge der bürgerkriegsähnlichen Zustände hat die lokale Bevölkerung nur einen sehr begrenzten Zugang zu medizinischen Versorgung. Zurzeit sind circa 2 Millionen Nigerianer auf der Flucht in ihrem eigenen Land und jüngst droht eine der schwersten Hungersnöte der vergangenen Jahre. Dr. Gerresheim hat als Anästhesist mit einem internationalen Team von Ärzten, Hebammen und Krankenpflegern in einem Projekt gearbeitet, das sich auf Geburtshilfe spezialisiert hat.
Im Vorgespräch der Veranstaltung schilderte Dr. Gerresheim die Arbeitsbedingungen: “In diesem Projekt werden knapp 8000 Geburten pro Jahr betreut. Viele der Frauen sind fehl- oder mangelernährt und leiden unter einem schlechten Gesundheitszustand. Dies führt dazu, dass viele Schwangerschaften komplikationsreich sind. Als Anästhesist habe ich mich um die Notfälle gekümmert, zusammen mit den lokalen Mitarbeitern die Kaiserschnitte betreut und mich um die Versorgung der Neugeborenen bemüht. Die Arbeitsbedingungen waren sehr schwierig: Im Krankenhaus gab es kein fließendes Wasser und Strom war mittels eines Generators nur zeitweise verfügbar.“
Dies war der vierte Einsatz mit der internationalen Hilfsorganisation. Studenten der Uni Regensburg haben Dr. Gerresheim in einem Interview einmal gefragt: „Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie zu Ihrem ersten Einsatz nach Angola aufgebrochen sind?“: „Damals hat mich vor allem viel Unsicherheit begleitet. Vor einem Einsatz ist kaum vorstellbar was einen erwartet. Bis in die Hauptstadt, Luanda, bin ich mit einem Linienflugzeug gekommen. Von dort ging es dann mit einer zwei-motorigen Maschine weiter, um den von Milizen umstellten Einsatzort zu erreichen. Im Krankenhaus angekommen, musste ich als erstes ein kleines Mädchen, das durch eine Mine schwer verletzt war, für die Amputation eines Beines betreuen. Alles ging so schnell - da denkt man dann nicht mehr viel, man muss einfach funktionieren“.
In allen Schilderungen des Narkosearztes wird deutlich, dass die Sicherheit der Mitarbeiter ein Problem darstellen kann und das diese Arbeit große emotionale Belastbarkeit voraussetzt.
Die Studenten in Regensburg fragten seinerzeit weiter, wie es ist, nach dem Einsatz wieder nach Deutschland zurückzukehren. „Mich wieder einzuleben ist für mich recht leicht. Der Alltag und die tägliche Arbeit im Klinikum holen einen schnell zurück in die „deutsche“ Wirklichkeit. Was bleibt, ist vor allem Dankbarkeit – für die eigene Sicherheit und die der Familie, für so banale Dinge wie einen vollen Kühlschrank oder für die vielen Medikamente auf unserer Station. Da kommt einem natürlich auch der Gedanke, dass wir hier im Überfluss leben und „hätte ich dieses oder jenes Medikament doch in Afrika gehabt“.
Im Herbst 2017 wird Dr. Gerresheim das 5. Mal zur humanitären Hilfe für Ärzte ohne Grenzen im Einsatz sein.  

 
 

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