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Der Neubeginn 1945


Die Neumarkter Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen (195

Wenige Monate nach der Stunde Null und nach der Genehmigung durch die Besatzungsmacht fanden sich am 22. November 1945 im Cafe .,Waldeck" 25 Gründungsmitglieder ein, zum großen Teil alte Genossen und Funktionäre, aber auch Jüngere, die durch den Krieg und die Gewaltherrschaft von der Notwendigkeit von Demokratie und politischem Engagement überzeugt waren. Hans Rödl, Ortsvereinsvorsitzender bis 1933, vollzog die Wiedergründung. Ernst Meier übernahm den Vorsitz, den er bis 1952 inne hatte. Die Kommunalwahl 1946 verlief für die SPD enttäuschend. Errang sie doch nur magere 20 Prozent, während die "neue" CSU fast dreiviertel der abgegebenen Stimmen erhielt! Im Jahr 1952 wurde Franz Plank jun., Parteichef, und Dank deutlich verbesserter Wahlergebnisse, stellte die SPD mit Karl Meier von 1948 bis 1961 den 2.ten Bürgermeister.

Von 1961 bis 1978 war Franz Plank 2ten Bürgermeister der Stadt Neumarkt.
Durch Listenverbindung erreichten die Neumarkter Sozialdemokraten bei den Stadtratswahlen 1960 sieben Mandate, sechs Jahre später wurde ein Sitz verloren, da viele SPD-Wähler durch Nicht-Ausnutzung Stimmen "verschenkten". Stand in den ersten Nachkriegsjahren der Wiederaufbau des zerstörten Neumarkt im Mittelpunkt des Geschehens, so wirkte die SPD nachhaltig an der rasanten Entwicklung der Stadt mit. Der Verbesserung der Lage der Arbeitnehmer galt das besondere Interesse der Sozialdemokraten, deren "Expreß"·Betriebsgruppe aktiv den "Bayern-Streik" im Jahre 1954 unterstützte. Der Konkurs der ältesten Fahrradfabrik Europas war nicht nur für die Arbeitnehmer ein herber Rückschlag.